Geleitwort der Vorsitzenden der Bezirksversammlung Eimsbüttel

Liebe Eimsbütteler Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Hamburgerinnen und Hamburger,
lassen Sie mich als erstes all jenen Menschen meinen Dank aussprechen, die auch in diesem Jahr zum "Monat des Gedenkens“ in Eimsbüttel einen Beitrag geleistet haben. Dabei ist es mir besonders wichtig festzuhalten, dass jede noch so kleine Unterstützung, tatkräftige Hilfe oder gar Idee für die Sache von großem Wert ist. Es bedeutet, dass sich Menschen über das sie unmittelbar Betreffende hinaus für die Gesellschaft einsetzen, und dafür ihre Zeit, Energie und Kraft geben. Diesen Einsatz findet man allen Unkenrufen zum Trotz immer noch in vielen Erscheinungsformen und für viele ehrenvolle Ziele. Sei es in der ehrenamtlichen  Flüchtlingsbetreuung, in der Hilfe für Obdachlose oder eben darin, die Erinnerungen an die so dunklen Jahre des Naziterrors in Deutschland lebendig und in der Gesellschaft präsent zu erhalten, so dass sie nicht der Vergessenheit anheimfallen.
Im nunmehr folgenden vierten Jahr hintereinander haben sich viele fleißige Helfer ehrenamtlich engagiert und einen aktiven Beitrag zur Erinnerungskultur geleistet. Wieder ist es uns gelungen, eine große Reihe von rund 50 einzelnen Veranstaltungen zusammenzustellen und zu präsentieren.
Mit Stolz können wir in diesem Bezirk davon sprechen, dass es tatsächlich eine "Erinnerungs-Kultur“ in Eimsbüttel gibt. Der Begriff wird intensiv mit Leben erfüllt, das Erreichte gepflegt und weiterentwickelt. Eine breite Palette aus Lesungen, Rundgängen, Theatervorführungen, Fotoausstellungen, Tanz und Kulturprogramm ermöglicht in diesem Jahr jedem Interessierten einen Zugang, bietet Anreiz, bringt in Erinnerung und mahnt vor dem Vergessen.
Gelebte Erinnerungskultur kann erreichen, dass wir uns der Verantwortung für unsere mit so viel Leid für die Opfer verbundenen Vergangenheit bewusst sind und werden.
Gelebte Erinnerungskultur kann eine Ahnung davon vermitteln, wie es damals gewesen sein könnte.
Gelebte Erinnerungskultur kann erreichen, dass wir uns der Notwendigkeit einer Zukunft ohne Opfer bewusst sind.

Eine gelebte Erinnerungskultur schafft eine erlebte Erinnerungskultur.

Dass die Vergangenheit durch die vielfältigen Veranstaltungen des "Monats des Gedenkens 2017“ für Sie auch ein Erlebnis wird, wünsche ich von ganzem Herzen.

Es grüßt Sie
Mechthild Führbaum
Vorsitzende der Bezirksversammlung Hamburg-Eimsbüttel